YIS bündelt AIS, GPS, Motorsensoren und Wetterdaten in einem einheitlichen Schiffs-Dashboard
Eine Superyacht auf See ist eine Technik-Insel, 500 Meilen vom nächsten Ingenieur entfernt. Jedes System — Antrieb, Navigation, Klima, Elektrik, Sicherheit — muss kontinuierlich überwacht werden, wobei Ausfälle erkannt werden müssen, bevor sie zu Krisen werden.
AIS-Integration
YIS integriert sich über NMEA 0183/2000 mit dem Class-B-AIS-Transponder des Schiffes und stellt die eigenen Schiffsdaten neben dem Verkehr auf einer Live-Seekarte dar.
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const vessel = parseAISType1(sentence);
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Sensorüberwachung des Schiffes
YIS überwacht die gesamte Maschinenanlage: Drehzahl der Hauptmaschine, Turbotemperatur, Kühlmitteltemperatur, Kraftstoffverbrauch, Tankfüllstände (Kraftstoff, Frischwasser, Grau-/Schwarzwasser), Ladezustand der Batteriebänke, Generatorstunden, Laufzeit der Bilgenpumpe.
NMEA-2000-Integration
Moderne Schiffe nutzen NMEA 2000 (N2K) als primären Instrumentenbus — ein CAN-Bus-basiertes Netzwerk, das GPS-Kartenplotter, Autopilot, Windinstrumente, Echolote, Motordisplays und AIS-Transponder verbindet. YIS verbindet sich über ein zertifiziertes Gateway mit dem N2K-Netzwerk, das PGN-Nachrichten (Parameter Group Number) in strukturierte JSON-Telemetrie übersetzt und alle Instrumentendaten in konfigurierbaren Intervallen in die Cloud protokolliert.
N2K führt Hunderte von PGN-Typen. YIS dekodiert derzeit über 60 PGNs, die Navigation (GPS-Position, COG, SOG, Kurs, Tiefe), Antrieb (Motordrehzahl, Kraftstofffluss, Kühlmitteltemperatur, Getriebeöldruck), Elektrik (Batteriespannung und -strom, Lichtmaschinenleistung, Wechselrichterstatus) und Umwelt (Windgeschwindigkeit und -richtung, Luftdruck, Meeresoberflächentemperatur) abdecken.
Alarmmanagement
YIS implementiert ein mehrschichtiges Alarmsystem: Sensor-Schwellwertalarme (Motortemperatur über 90 °C), Trendalarme (Kraftstoffverbrauchsrate 20 % über dem Ausgangswert steigend) und prognostizierte Zustandsalarme (Zeit bis zur Kraftstofferschöpfung unter 4 Stunden bei aktuellem Verbrauch). Alarme werden nach Schweregrad priorisiert und über mehrere Kanäle zugestellt: Anzeige auf dem Kartenplotter der Brücke, Push-Benachrichtigung an die Smartphones der Crew und Cloud-Alarm an den Schiffsmanager an Land.
Die Alarmquittierung wird nachverfolgt — ein unquittierter Alarm hoher Priorität wird nach 5 Minuten an das nächste Crewmitglied in der Anrufhierarchie eskaliert. So wird sichergestellt, dass kritische Alarme während einer Wachablösung oder wenn der wachhabende Offizier kurz von der Brücke abwesend ist, niemals unbemerkt bleiben.
Reiseberichterstattung
Am Ende jeder Reise erzeugt YIS automatisch einen detaillierten Reisebericht: zurückgelegte Distanz, verbrauchter Kraftstoff (einschließlich Hafengeneratornutzung), Motorstunden, Höchstgeschwindigkeiten, Ankerpositionen und -dauern sowie eine Zeitleiste aller ausgelösten Alarme. Dieser Bericht wird automatisch per E-Mail an Eigner, Chartermanager und Kapitän zugestellt — als Ersatz für manuelle Logbucheinträge, die anfällig für Auslassungen und Fehler sind.
Für kommerzielle Charterschiffe unterstützen diese Daten außerdem Versicherungsansprüche, die Wartungsplanung (Intervalle für Motorüberholungen werden typischerweise in Betriebsstunden gemessen) und die Meldepflichten des Flaggenstaats. Genaue, manipulationssichere digitale Aufzeichnungen werden von Seebehörden in europäischen Gewässern zunehmend gefordert.
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